Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Krebs am Gebärmutterhals wird in nahezu allen Fällen durch Viren verursacht. Die Erreger, die dafür verantwortlich sind heißen Humane Papillom Viren (kurz gesagt HP-Viren) und werden überwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen.
Wir zählen pro Jahr in unserem Land rund 6500 Neuerkrankungen und ca. 1800 Todesfälle, wobei meist jüngere Frauen betroffen sind. 80% aller Deutschen werden irgendwann damit infiziert, bei den meisten heilt diese Infektion zum Glück rasch und folgenlos aus. Rund 100 Virus-Typen sind inzwischen bekannt, etwa 20 davon können Gebärmutterhalskrebs erzeugen. Zwei sind ganz besonders gefährlich: HPV-16 und HPV-18.
Diese beiden sind für nahezu ¾ aller Gebärmutterhalskrebse verantwortlich.
Gegen diese Viren wurde nun ein Impfstoff entwickelt, der vor kurzem in Deutschland zugelassen wurde. Dieser Impfstoff richtet sich gegen genau diese hochgefährlichen und weit verbreiteten Viren, sowie gegen die Type 6 u. 11, die rund 90% aller Genitalwarzen verursachen. Umfassende Tests wurden an ca. 55 000 Frauen über mehrere Jahre durchgeführt, der Immunschutz funktioniert sehr gut und hält wohl 10 Jahre.

Die Impfung sollte bei Mädchen zwischen dem 11. und 17. Lebensjahr durchgeführt werden. Am Besten natürlich vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Für den vollständigen Schutz vor HPV-16, 18, 6 und 11 ist eine 3-malige Impfung innerhalb eines halben Jahres erforderlich.
Die meisten Kassen übernehmen mittlerweile für junge Mädchen diese Kosten. Ob die Impfung für erwachsene Frauen ebenfalls empfohlen wird ist noch unklar und Gegenstand weiterer medizinischer Forschungen.

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Frauenarzt Hilpert, Ordu & Sabet